Als internationales Logistikunternehmen mit starkem Tirol-Bezug ist Gebrüder Weiss tief in den regionalen und globalen Warenströmen verankert. Das Unternehmen bietet umfassende Logistiklösungen in den Bereichen Landverkehr, Luft- und Seefracht, Bahntransport sowie Lagerlogistik und versteht sich als verlässlicher Partner für Industrie, Handel und Gewerbe.
Wie sensibel die Logistik auf wirtschaftliche und infrastrukturelle Veränderungen reagiert, zeigt sich besonders deutlich in Zeiten großer Bauprojekte. „Speditionen sind wie ein Seismograf der Wirtschaft – jede Störung wirkt sich unmittelbar auf die Transportketten aus“, erklärt Günter Schmarl, Niederlassungsleiter von Gebrüder Weiss in Tirol. Die umfangreichen Baustellen auf der A12 und A13 stellten 2025 für den Wirtschaftsraum Innsbruck eine erhebliche Belastung dar. Verzögerungen im Ziel- und Quellverkehr führten zu Mehrkosten und organisatorischen Herausforderungen, insbesondere für lokale Unternehmen. Dennoch zieht Schmarl ein differenziertes Fazit: „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hat sich gezeigt, wie wichtig funktionierende Konzepte sind. Die ASFINAG hat zügig gebaut, und das Verkehrsmanagement rund um die Luegbrücke hat grundsätzlich funktioniert.“
Positiv entwickelte sich zuletzt vor allem die Automobillogistik bei Gebrüder Weiss. Gleichzeitig bleibt der Bahnverkehr eine Herausforderung: „Unser TSSU-Terminal ist stark von der internationalen Bahninfrastruktur abhängig. Engpässe und Verzögerungen in Deutschland, Italien und teilweise auch in Österreich wirken sich direkt auf unsere Abläufe aus“, so Schmarl.
Nachhaltigkeit als strategische Investition
Gebrüder Weiss verfolgt eine klare Nachhaltigkeitsstrategie, auch am Standort Hall in Tirol. Ein sichtbares Zeichen dafür ist der Ausbau der Elektromobilität. Seit Ende 2025 werden dort die ersten drei E-Lkw mit eigener Ladeinfrastruktur betrieben, österreichweit sind bereits 14 elektrische Lkw im Einsatz.
„Die Fahrzeuge laufen im Tag-Nacht-Betrieb zuverlässig. Die von den Herstellern genannten Kilometer-Reichweiten stimmen, auch im Winter. Das Feedback unserer Fahrer ist durchweg positiv“, berichtet Schmarl. Zusätzlich wurde ein elektrischer Hof-Umstell-Lkw in Betrieb genommen, um Emissionen direkt am Logistikterminal weiter zu reduzieren. Auch der Firmenfuhrpark ist nahezu vollständig elektrifiziert: 26 Pkw sind bereits emissionsfrei unterwegs.
Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf nachhaltige Mobilität im Alltag der Mitarbeitenden. Den Beschäftigten wird für den Arbeitsweg ein Klimaticket zur Verfügung gestellt, mit dem sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen können. Ein weiterer Meilenstein für die nachhaltige Logistik könnte die geplante Erweiterung des TSSU-Terminals mit elektrisch betriebenen Portalkränen sein. „Das ist ein Projekt, das allerdings nur mit zusätzlicher Förderung durch das Land realisierbar ist. Die Gespräche laufen, der Ausgang ist offen, aber wir sind zuversichtlich“, sagt Schmarl.
Attraktiver Arbeitgeber
Seinen Ruf als attraktiver Arbeitgeber verteidigt Gebrüder Weiss durch Investitionen in die eigenen Mitarbeiter. „Ausbildung, Weiterentwicklung und Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben höchste Priorität“, betont Schmarl. Denn leistungsfähige Logistik ist ein entscheidender Standortfaktor: Je besser Dienstleister wie Gebrüder Weiss die regionale Wirtschaft unterstützen, desto mehr Handlungsspielraum haben produzierende und handelnde Unternehmen – national wie international.

Ich arbeite bei der Niederlassung von Gebrüder Weiss in Reutte in einem kleinen Team mit sieben Mitarbeitern. Meine Aufgaben sind u.a. das Bearbeiten von Sammelgut- und Direktsendungen, das Weiterleiten von Paketen, das Beantworten von Kundenfragen per Email und Telefon. Bei uns macht im Prinzip jeder alles, von der Ausfuhr beim Zoll bis zur Mitarbeit im Lager – da wir nur wenige sind, läuft die Arbeit sehr familiär ab und es macht viel Spaß. Als Teil eines internationalen Unternehmens arbeiten wir neben der Tirol-Zentrale auch mit Kollegen aus dem In- und Ausland zusammen. Für mich ist es die zweite Lehre und ich bin froh über die Chance, die ich bei Gebrüder Weiss bekommen habe.