Bäckerei Therese Mölk

Österreichweiter Vorreiter für Nachhaltigkeit

Jedes fünfte Stück Brot landet in Österreich im Abfall. Ein Umstand, dem die Bäckerei Therese Mölk mit innovativen Lösungen zur Vermeidung von Lebensmittelmüll entgegentritt. „Wir versuchen bereits in der Bäckerei, durch genaue Planung und modernste Anlagen, Ausschussware zu vermeiden – aber ganz gelingt uns das nicht. Altes Brot oder Ausschussware in die Tonne zu schmeißen oder zu Tierfutter zu verarbeiten, passt nicht zu unserer Firmenphilosophie“, erklärt Mathias Mölk, Leiter der Bäckerei Therese Mölk.

Die neue, hochmoderne und hauseigene Brennerei ermöglicht die nachhaltige Nutzung von Brot aus Fehlproduk­tion und altem Brot, indem es zu hochprozentigem Alkohol und in weiterer Folge zu Gin und Ansatz­schnaps verarbeitet wird. Unter dem Motto „Flasche. Statt. Tonne.“ entwickelt die Bäckerei Therese Mölk deshalb seit 2015 mit loka­len Partnern immer wieder einzigartige Lösungen. „Bisher konnten wir auf diese Weise bereits knapp 64.000 Kilogramm Brot vor der Mülltonne retten“, so Mathias Mölk. Damit  entstanden u.a. Produkte wie der von Falstaff mit 92 Punkten bewertete „Herr Friedrich"-Gin, „Frau Rosis"-Ansatz oder das Craft-Bier in Kooperation mit Bierol, einer jungen Brauerei aus dem Unterinntal. Alle Produkte sind bei MPREIS und T&G erhält­lich.

„Dass diese Idee so eingeschlagen hat, ist natürlich ein schöner Erfolg.“, erklärt Mölk: „Der nächste Schritt ist, die beim Brennen übriggebliebene Maische zu verarbeiten. Hieraus wollen wir ein Eiweißbrot kreieren, das Mitte nächstes Jahr auf den Markt kommen soll. So entsteht ein nachhaltiger Kreislauf. In einem weiteren Projekt werden wir gemeinsam mit Bio vom Berg eine alte Tradition wiederbeleben. Hanfsamen   sind heimisches Superfood, das schon früher in Tirol angebaut wurde. Hier suchen wir Bauern, die sich für den Anbau entscheiden. Unser Hanfsamenbrot ist seit heuer bereits im Sortiment, es fehlt nur noch der regionale Rohstofflieferant.“

Gleich westlich vom Produktionsgebäude läuft ebenfalls gemeinsam mit Bio vom Berg ein weiteres Pilotprojekt: „Im Zuge dieser Zusammenarbeit haben wir seit zwei Jahren ein Nachbarfeld gepachtet, um Bio-Getreide in verschiedenen Sorten anzubauen. Wir sind was unser 60.000 m2 großes Versuchsfeld anbelangt in einer Phase der Umstellung und werden 2021 zum ersten Mal Biogetreide ernten können.“

Für Mathias Mölk alles wichtige Mosaiksteine auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. In diesem Zusammenhang sieht er auch das geplante Wasserstoffprojekt: „Das Energiethema ist sehr aktuell. Hier kann in Zukunft viel dazu beigetragen werden, um energieautark zu werden und keine zusätlichen Ressourcen zu benötigen. Der mit Ökostrom erzeugte Wasserstoff kann als Brennstoff verwendet werden und löst damit fossiles Erdgas für die Beheizug unserer Backöfen ab. Das hat auch einen wirtschaftlichen Aspekt, denn ich bin mir sicher, dass eine CO2-Steuer früher oder später kommen wird. Wir sind hier schon sehr weit und haben bereits beim Neubau vieles eingeplant, sodass wir z.B. die einzelnen Anlagen energietechnisch messen und die Daten verwerten können. Das Ziel ist eine CO2 -freie Produktion. Bis Ende 2020 werden wir einen Großteil bereits abdecken können."

Mitarbeiter-Zitate

Mein Aufgabengebiet ist die Produktion von Semmelbrösel-Knödelbrot in der Tagschicht. Meine Kollegin und ich erzeugen rund 440 Kilogramm Knödelbrot täglich und verarbeiten dabei ca. 27.000 Semmeln. Mir gefällt, dass ich etwas schaffe, das die Leute gerne kaufen. Denn Knödelbrot ist in Tirol ein Muss für jede Küche - jeder mag Knödel. Erfolg ist für mich, eine Arbeit zu haben, die man gerne macht und das Produkt schätzt, das man erzeugt. Ich bin seit fünfzehn Jahren im Betrieb und kann bestätigen, dass die Firma sehr viel für die Mitarbeiter macht. Wir bekommen z.B. günstig Brot und Kuchen, Grippeimpfungen, und haben darüber hinaus ein Fitnessstudio im Haus, das jeder benützen darf.

Inge Gruber, Produktion Semmelbrösel-Knödelbrot
Inge Gruber, Produktion Semmelbrösel-Knödelbrot
 
Alfred Ellinger, Brennmeister
Alfred Ellinger, Brennmeister

Unsere Brennerei ist im Aufbau und somit gibt es ständig neue Aufgaben und Herausforderungen. Eine neue Abteilung soll sich in die Gesamtheit eines Unternehmens einfügen: Die Schnittstellen zu anderen Bereichen müssen aufgebaut und gepflegt werden. Meine Aufgaben sind das Brennen, die Zollabnahmen, die Koordination von derzeit zwei Mitarbeitern, die Pflege der Infrastruktur, die Abläufe zu optimieren und neue Produkte anzudenken. Erfolg ist zu erkennen, was es zum Glück braucht und das dazu Notwendige umsetzen zu können.

 
Mathias Mölk, Leitung Bäckerei Therese Mölk
Mathias Mölk, Leitung Bäckerei Therese Mölk

Bäckerei Therese Mölk

www.therese-moelk.at

Bäckerei Therese Mölk

Kurz & bündig

Mit dem Neubau der Bäckerei Therese Mölk im Jahr 2013 setzte der Familienbetrieb einen weiteren Meilenstein in der Unternehmens-geschichte von MPREIS. Die Verbindung von modernster Technologie und traditionellem Bäckerhandwerk stellt sicher, dass die Kunden natürliches Brot und Gebäck ohne künstliche Zusatzstoffe genießen können. Rund 150 Mitarbeiter erzeugen in der größten Bäckerei Tirols rund 12.000 Tonnen Brot und Gebäck pro Jahr für alle MPREIS- und BAGUETTE-Filialen.