Gebrüder Weiss

Starker Einsatz für die lokale Wirtschaft

Gebrüder Weiss, das älteste Transportunternehmen der Welt, hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte zum weltweit agierenden Unternehmen entwickelt. 150 Standorte in 30 Ländern umfasst das orange Netzwerk – eine wichtige Rolle kommt dabei den Tirolern zu. Die Geschicke dort lenkt seit Beginn 2019 Günter Schmarl. Der Niederlassungsleiter in Hall zeichnet für rund 250 Mitarbeiter sowie die zum Gebiet gehörenden Standorte Innsbruck, Wörgl, Reutte und Hall verantwortlich.

 „Wir sind in Tirol sehr breit aufgestellt und durchgehend mit Depots und Niederlassungen vertreten“, sagt Günter Schmarl. Eine wichtige Rolle im Netzwerk von Gebrüder Weiss kommt dabei den Tochterunternehmen Kapeller in Innsbruck und der Tiroler Straße-Schiene-Umschlaggesellschaft (TSSU) am Containerterminal in Hall zu. Positiv zu erwähnen ist laut Schmarl der Zukauf des neuen Unternehmens KK+M in Lechaschau: „Damit werden wir im Außerfern voll durchstarten und eine kleine neue Speditionsanlage errichten.“ Grundsätzlich sei das unternehmerische Denken von der Frage beeinflusst, was Gebrüder Weiss dazu beitragen könne, die lokale Wirtschaft zu unterstützen und damit für die Region Wettbewerbsvorteile zu generieren. 95 Prozent der Aufträge werden für Tirol abgewickelt.  Und das offenbar ziemlich erfolgreich, denn auch wirtschaftlich gesehen war das Geschäftsjahr 2019 ein sehr gutes.

Von der Straße auf die Schiene
Mit einer Vielzahl an Maßnahmen gilt Gebrüder Weiss als Vorreiter in puncto nachhaltigem Wirtschaften. „Es ist uns wichtig, dass wir die Straße weiter entlasten und die Schiene forcieren“, erklärt Günter Schmarl. Einer der Leuchttürme ist der Orange-Combi-Cargo, ein Ganzzug, der täglich zwischen dem Terminal Wien Süd sowie Hall und Bludenz pendelt. Insgesamt werden damit pro Jahr 22.000 Lkw-Fahrten von der Straße auf die Schiene verlagert und 11.000 Tonnen CO 2 eingespart. Bereits 2008 hat das Unternehmen den österreichischen Staatspreis für den Orange-Combi-Cargo erhalten. In diesem Jahr gab es den VCÖ-Preis NÖ für die Idee einer klimaneutralen End-to-End Lieferung. Gebrüder Weiss setzt dabei auf den Orange-Combi-Cargo, durch den der Hauptteil des Transports erfolgt. Die erste Meile (Abholung) beziehungsweise letzte Meile (Zustellung) soll mittelfristig per E-Lkw zurückgelegt werden.

Vielfältiges Portfolio
Ein Garant für den Erfolg am Standort Hall in Tirol ist die Automobillogistik: „Wir sind für die Verteilung und Aufbereitung von jährlich rund 20.000 neuen Fahrzeugen in Westösterreich zuständig. Der Großteil wird mit der Bahn angeliefert“, berichtet der Niederlassungsleiter. Er verweist auf eine weitere Besonderheit: „Einzigartig für eine so große Spedition ist auch unsere Home-Delivery-Schiene.“ Für den Online-Handel werden logistische Aufgaben übernommen. Dazu gehören neben der Lieferung auch die Montage von Kleinmöbel und der Austausch von Elektrogeräten. „Das ist ein zusätzlicher Service, den wir anbieten. Gleichzeitig zeigt dies, wie vielfältig unser Portfolio ist.“

Vom Lehrling in die Chef-Etage
Die vielfältigen Serviceangebote und Aufgaben spiegeln sich auch in den Berufsfeldern des Unternehmens wider: Unter den Fachkräften gibt es Logistiker, Spediteure und IT-Techniker, aber auch Schlosser, Möbel- und Montagetischler. „Derzeit bilden wir zwanzig Lehrlinge in fünf Lehrberufen aus. Eine Besonderheit des Unternehmens ist, dass wir die Lehrlinge bis in die Chefetage führen. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen“, erzählt Günter Schmarl. „Wir unterstützen Mitarbeiter, die sich weiterentwickeln wollen, etwa wenn sie einen Bachelor berufsbegleitend machen. Erfolg ist ein Zusammenspiel aus allen Bereichen und Mitarbeitern, die ihre Aufgaben in Eigenverantwortung wahrnehmen und umsetzen.“

Mitarbeiter-Zitate

Ich bin seit 1993 bei Gebrüder Weiss und seit 2004 am Standort in Hall tätig. Mein Aufgabengebiet umfasst den nationalen Landverkehr in der Organisationseinheit Tirol, die Automobillogistik beziehungsweise TSSU und die Schadensabteilung. Im Bereich Produktmanagement Landverkehr bin ich zudem in einer zentralen Funktion im kompletten Netzwerk von Gebrüder Weiss eingebunden. Wer motiviert ist und Ideen hat, kann etwas bewegen. Langjährigen Mitarbeitern, wie auch ich es mittlerweile bin, wird im Konzern „oranges Blut“ nachgesagt.

Markus Wild, Produktmanager
Markus Wild, Produktmanager
 
Daniel Fettner, Teamleiter Logistik
Daniel Fettner, Teamleiter Logistik

Als gelernter Koch und Kellner wollte ich mich vor circa 15 Jahren beruflich verändern. Neben der Abendmatura und dem geplanten Studium habe ich deshalb als Teilzeitkraft bei Gebrüder Weiss begonnen. Ich bin dem Unternehmen sehr dankbar, dass man mein Potential und meinen Willen erkannt hat. So wurde ich Gruppenleiter und bin zu Fortbildungen geschickt worden. Heute bin ich gemeinsam mit einem Kollegen als Teamleiter für den Bereich Logistik verantwortlich.

 
Günter Schmarl, Niederlassungsleiter
Günter Schmarl, Niederlassungsleiter

Gebrüder Weiss

www.gw-world.com

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Kurz & bündig

Mit rund 7.500 Mitarbeitern und 150 firmeneigenen Standorten zählt Gebrüder Weiss zu den führenden Transport- und Logistikunternehmen Europas. Unter dem Dach der Gebrüder Weiss Holding AG mit Sitz in Lauterach, Vorarlberg, fasst das Unternehmen neben den Hauptgeschäftsbereichen Landtransporte, Luft- & Seefracht sowie Logistik auch eine Reihe von leistungsfähigen Speziallösungen und Tochterunternehmen zusammen.