Brenner Basistunnel

Zügiger und erfreulicher Baufortschritt

Unter dem Brennerpass entsteht die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt für den Güter- und Personenverkehr. Der Brenner Basistunnel (BBT) ist eine zukunftsorientierte Flachbahn und das Kernstück der neuen Verbindung von Innsbruck und Franzensfeste. Nach der Genehmigung im Jahr 2009 durch die beiden Länder Österreich und Italien wurde 2011 mit der eigentlichen Bauphase begonnen. Derzeit sind vier Baustellen aktiv, zwei auf österreichischem und zwei auf italienischem Staatsgebiet.

Seit September sind Martin Gradnitzer und Gilberto Cardola die beiden neuen Vorstände der BBT-Gesellschaft SE: „Die grenzüberschreitende Arbeit ist eine Herausforderung.   Aber man kann sagen, dass wir Vorstände uns über den Fortschritt der Bauarbeiten freuen und zufrieden sind. Das gemeinsame Verfolgen des Ziels ist sehr wichtig, denn sonst bekommt man so ein großes Projekt nicht weiter.“

1900 Mitarbeiter sind auf den Baustellen und bei der BBT-Gesellschaft in Bozen und Innsbruck tätig. Darunter befinden sich Geologen und Hydrogeologen, Vermesser, Vortriebsingenieure, Umwelttechniker, Baustoffexperten, Juristen sowie Fachleute im verwaltungstechnischen Bereich. „Das sind alles hochspezialisierte Berufsfelder und diese Experten stammen aus den unterschiedlichsten europäischen Ländern. Die Hälfte der Vortriebsleistungen für den Ausbruch ist erreicht worden. Insgesamt müssen für diesen längsten Tunnel der Welt mit einer Länge von 64 Kilometer zwischen Tulfes und Franzenfeste und der Anbindung an den Bahnhof Innsbruck 230 Kilometer ausgebrochen werden “, erklärt Dipl.-Ing. Martin Gradnitzer. Diese Länge entsteht, da das gesamte Tunnelsystem mit seinen zwei eingleisigen Haupttunneln auch zahlreiche Zufahrtsstollen, Logistikstollen und Erkundungsstollen beinhaltet.

Der BBT besteht aus zwei rund acht Meter breiten Tunnelröhren, die in einem Abstand von 40 bis 70 Meter Metern verlaufen. Sie werden eingleisig bestückt, sodass die Züge im Einbahnverkehr durch die beiden Tunnel fahren.

Mitarbeiter-Zitate

Ich bin als Biologin beim Brenner Basistunnel tätig. Unser Ziel ist es, die Natur als Lebensgrundlage des Menschen durch eine umweltgerechte Projektabwicklung bestmöglich zu bewahren, wiederherzustellen bzw. nachhaltig zu sichern.

Mag. Alexandra Wolkenstein, Biologin BBT
Mag. Alexandra Wolkenstein, Biologin BBT
 
Felicitas Stübe, CAD-Konstrukteurin BBT
Felicitas Stübe, CAD-Konstrukteurin BBT

Ich bin  CAD-Konstrukteurin beim BBT und arbeite dort eng mit den Fachabteilungen zusammen. Ich zeichne Pläne für die Bereiche Planung, Umweltschutz, Deponiebau, Geologie und Geotechnik. Außerdem verwalte ich die Landschaftspflege-maßnahmen in einem Geoinformationssystem.

Ich habe viel für die Deponie Ahrental gezeichnet. Dass ich als Konstrukteurin regelmäßig vor Ort sein darf und mitbeobachten kann wie diese Pläne in der Realität umgesetzt werden, ist für mich ein Gefühl des Erfolges und etwas Besonderes.

 
Martin Gradnitzer, Vorstand der BBT-Gesellschaft
Martin Gradnitzer, Vorstand der BBT-Gesellschaft

Brenner Basistunnel

www.bbt-se.com

Brenner Basistunnel

Kurz & bündig

Unter dem Brennerpass entsteht die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt für den Güter- und Personenverkehr. Mit der bereits bestehenden Umfahrung von Innsbruck erreicht der Tunnel bis Franzensfeste eine Länge von 64 Kilometer. Der Brenner Basistunnel wird zu 40 bis 50 Prozent von der Europäischen Union finanziert. Österreich und Italien übernehmen die restliche Finanzierung.

Bauzeit:  2007 bis Ende 2027; 2028 Inbetriebnahme

Baukosten: rund 9,3 Milliarden Euro prognostizierte Projektkosten (mit nicht identifizierten Risiken und inkl. Valorisierung.